Monatsrückblick August

genossen & gereist: Eine Auszeit bei meiner Freundin Nora in Lüneburg mit einem darauffolgenden Urlaub in Ägypten mit Lisa. Den Sonnenuntergang im Urlaub, jeden Tag. Das Meer, die 39°- ja ich hab‘ es geliebt! Das „Ins‘ Meer rennen“ und reinhüpfen. Auch habe ich es soooooo genossen mit Lisa Hand in Hand während unserer Schnorcheltour vom Schiff ins Meer zu springen und es gefühlt 10x zu wiederholen.

gelacht: ganz ganz viel über Missgeschische und Pechsträhnen im Urlaub. Ganz viel über mich selbst. Und Am Ende des Monats mit einer Freundin im Umzugswagen, da wir hinten ohne Licht im Transporter saßen und uns vorkamen wie osteuropäische Prostituierte.

geweint: Die Ein oder Andere Träne vergossen wegen einer Schleimbeutelentzündung am Knie, weil sich das Ganze den kompletten Monat über gezogen hat, bis ich erst nach 4 Wochen eine Punktion bekam.

gegrübelt: Ich habe mein Studium abgebrochen und anfangs total viele Absagen von den neuen Unis bekommen, was mich echt zur Verzweiflung antrieb. Bis ich endlich einen Studiengangswechsel durchführen konnte und dieser genehmigt wurde.

trainiert: Training stand diesen Monat ausnahmsweise Mal nicht im Vordergrung, da mein Knie mich zu einer Zwangspause tyrannisierte, und ich im Urlaub auch noch eine miese Erkältung abbekam – und wenn ich trainiert habe, dann nur Oberkörper :-D.

getrunken: Ich bin ein absoluter Kaffee-Freak. Diesen Monat habe ich es so RICHTIG genossen, den Kaffee zu trinken und ihn in unterschiedliches Cafes ausprobiert, diesen Monat war ich wieder vermehrt im Cafe Zweitwohntsitz in Potsdam.

gegessen: Die Snickerstorte im Cafe Rosenberg in Potsdam, welch Schmaus!  (übrigens, jemand Interesse an einem Cafe-Guide aus Potsdam??)

getanzt: In Ägypten auf dem Schiff mit einem Ägypter, der mir Bauchtanz beigebracht hat.

geschrieben: In diesem Monat habe ich es wieder total genossen mein Tagebuch mit langen emotionalen Texten zu füllen, wenn mich was beschäftigte.

gelesen: so,so viel! Ich hab den Monat komplett ausgekostet, was das Lesen angeht.  Lisa hatte ihren halben Koffer voll mit Büchern, die wir alle aufgesaut haben :-D. Die Titel weiß ich leider nicht mehr, aber die Genres bewegten sich zwischen Liebe, Thriller, Schnulziger Romanze und erneut Thriller 😀

geschleppt: Zu guter Letzt bin ich Ende diesen Monats umgezogen und wie manche von euch wissen, ist das auch mit etwas Arbeit verbunden. Wir hatten zum Glück ganz tolle Hilfe von guten Freunden und haben geschleppt was das Zeug hält.

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Ich will, ich will, ich will….

Ganz oft ertappe ich mich dabei, mehr zu wollen. Gierige Hände, sie schnappen nach allem was sie kriegen, schätzen nicht was sie haben, wollen mehr.

Der Kopf vergleicht sich ständig mit Mitmenschen, natürlich mit denen, denen es „besser“ geht – zumindest in meinen Augen. Besser? Nur materiell. Und dann klatsch ich mein Hirn jedes Mal auf den Boden der Tatsachen- Mädchen, dir gehts gut. Mehr als das!

Wir sind unzufrieden mit dem was wir haben, wollen mehr, schätzen nicht den Moment, der doch eigentlich so schön ist, man ihn eigentlich genießen müsste. Stattdessen denken wir an das nächste Jahr, den nächten Monat, statt im Hier und Jetzt den Moment zu zelebrieren.

Und jedes Mal wenn ich mich dabei ertappe, wie ich mehr möchte – mehr Geld, mehr Reisen, noch mehr Geld – noch mehr Reisen … dann erinnere ich mich an drei Frauen auf Bali, die schwere Sachen schleppten, „Männerarbeit“ vollbrachten, total erschöpft waren und Mitleid mit MIR hatten, als ich gestolpert bin, mir geholfen haben.  Und in diesem Moment bin ich so dankbar. Dankbar für das, was ich habe.

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Ägyptische Abenteuer

Ich sitze überfordert vor meinem Koffer – ich meine Hallo ? Ein Koffer? Kein Backpacker-Rucksack,  kein Handgeäck Rucksack. Ich darf ganze 20 kg mitnehmen – ist das zu fassen? Zum Glück ist mein Koffer nicht ganz so groß, sodass auch nicht mein gesamter Kleiderschrank Platz finden würde.

Es passiert was ganz außergewöhnliches, ich fliege mit einer super guten Freundin nach Ägypten, Pauschalurlaub, All Inclusive. Das bin mal so gar nicht ich, und auch diesmal hab ich die Vorteile des Reisens so richtig wahrgenommen, gemerkt, dass mir das Reisen lieber ist, als der Pauschalurlaub im Hotel (dazu bald mehr).

DIesmal wollten wir was ganz entspanntes, 1 Woche richtig abchillen, keine Probleme an sich ranlassen, nur die Meeresbrise und das gute Essen einatmen.

Wenn ihr nach Ägypten reist braucht ich entweder einen Reisepass, oder ein Passfoto für das Visum,das vor Ort beatragt wird und ca. 22 Euro kostet.

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Wir wohnten im Hotel Lotus Bay Beach in Safaga, ca. 1 Stunde entfernt von Hurghada. Die Anlage ist schon etwas veraltet und heruntergekommen, das „Bad“ war verschimmelt, kein Föhn- alles ein wenig anders, als beschrieben :-D.  Das Essen war zu 90 % kalt, ich weiß nicht, was da genau falsch lief. Wir ließen uns nicht beirren und genossen den Strand, der wirklich wunderschön war.

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Bis mich die Erkältung einholte , wir beide Magenprobleme bekamen, meine Fruendin von einer Feuerkoralle gestochen wurde und meine Schleimbeutelentzündung am Knie so Probleme machte, dass ich eine Spritze von einem Ägypter in einer kleinen Kammer in den Arsch bekam – so, das hätten wir dann auch mal abgehackt :-D.

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Aber, das ist das Schöne an Urlaub mit den besten Freunden – man lässt sich nicht beirren, die schlechte Laune ist wie weggeblasen, sie war nicht einmal da. Sie hatte keine Chance durchzudringen, das Einzige was blieb war die Selbstironie – und das in vollen Zügen.

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Empfehlen kann ich euch definitiv eine Schifffahrt.

Wir lernten einen Typen aus Stuttgart kennen, der ursprünglich aus Ägypten kommt. Mit ihm und einer kleinen Gruppe von insgesamt 12 starteten wir am nächsten Tag eine Schnorcheltour zu den 7 Säulen und zu einer Insel.

Bisher habe ich in Thailand, Indonesien und Israel geschnorchelt – das jedoch jedes Mal von einem kleinen Boot aus. Diesmal befanden wir uns auf einem großen Schiff und es war ein atemberaubendes Gefühl, von der Spitze des Schiffs in den Abgrund zu springen, Salzwasser in den Augen, die Endorphine im Blut, der Wunsch es direkt zuwiederholen – da waren die Probleme wie weggeblasen.

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Ob ich noch einmal nach Ägypten fliegen würde ? Ja, irgendwan Mal bestimmt, jedoch nicht mehr in dieses Hotel. Wobei mich ja ’ne Wandertour durch Ägypten mehr reizen würde :-D.

 

 

 

 

 

Weekend up market in Russia

On Monday I visited the „Dacha na kirovke“ in Russia, Chelyabinsk. When I first came in my old hometown I was quite disappointed about the difference of development in Germany vs. Russia. Everyone who crossed my way ws shocked about being tattoed as a girl/young woman. It was just a very different feeling than in Berlin. Then my cousin took me to the „weekend up market“ on the „Kirovka“. It is a small market with different merchants, the entrance costs 50rub. (=0,78Euro). It was a really nice and hip atmosphere with many young people being around .

Most of the things on the market were selfmade, for example rings, chains, bracelets. You also can find watches, shirts aaand of coure selfmade cupcakes, coffee and peanut butter :-).

vk : https://vk.com/weekendupmarket

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Ich packe meinen Koffer …

… und nehme mit ?

Erinnert ihr euch an das Spiel, das man immer in der Schule in einem Stuhlkreis gespielt hat? „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Meinen Kulturbeutel, 2 Paar Jeans, ein Kleid, meine schönsten Schuhe …“

Manchmal gerät bei dem Spiel etwas in Vergessenheit, manchmal überspringt man Dinge. Wie fange ich diesmal an ? Ich packe meinen Koffer und nehme mit:

  • ein großes Stück Mut, der mich dazu bringt, Menschen zu treffen, auf die ich schon so lange gewartet habe.
  • Aufregung bis in die Fingerspitzen
  • Kribbeln am ganzen Körper
  • Unentschlossenheit
  • Unsicherheit
  • einen halben Koffer Geschenke
  • Pralinenschachteln für meine Omas
  • Neugier

 

Was packt man in einen Koffer, wenn man in seine Heimatstadt reist, die man das letzte Mal besucht hat, als man 12 Jahre alt war? Vielleicht etwas schickes zum Anziehen, damit man den Verwandten stolz seine Verwandlung präsentiert :-D. Auf jeden Fall eine Fotokamera, um die schönsten Momente zu dokumentieren, ach ja.. da fällt mir auf : die hab ich in der Packliste vergessen.
Doch so ist es nun mal beim „Ich packe meinen Koffer und nehme mit“-Spiel – so einiges gerät in Vergessenheit.

 

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Dobrý den Praha!

Wie ihr sicherlich bemerkt habt, war es auf meinem Blog in letzter Zeit etwas ruhiger. Das liegt daran, dass ich mich momentan umorientieren muss, was mein Studium betrifft und viel am Planen bin.

Nichtsdestotrotz möchte ich euch meinen kleinen Trip nach Prag vor 2 Wochen nicht vorenthalten :-).

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Ich hoffe euch gefällt die kleine Bildstrecke und faslls der ein oder andere noch nie dort war, solltet ihr unbedingt mal einen Wochenendtrip planen.

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Den 1. Abend verbrachte ich im Restaurant ZVONICE, das ich nur empfehlen kann. Preislich gesehen ist es nicht günstig, aber man hat eine ganz tolle Aussicht, denn das Restaurant befindet sich auf der höchsten Etage eines Turmes.

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Ich weiß nicht, wie viele Kilometer ich am 1. Tag durchlaufen bin, aber was ich weiß ist, dass meine Beine sich am nächsten Tag anfühlten wie Blei :-D, schwer und kaum zu heben.

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Die kleinste Straße – man muss auf die Ampel warten, um durchzulaufen (sehr süß, sollte man Mal gesehen haben.)

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Sex – Museum -> Sehr empfehlenswert! Es war amüsant, aber auch sehr interessant. Eintritt ca. 10 Euro

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Wie immer habe ich auch einen Blick in das jüdische Viertel Prags geworfen.

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In der Innenstadt bin ich durch meine Begleitung auf einen tollen Teeladen aufmerksam geworden. Die Auswahl war riesig –  Tee aus China und Japan gab es Unmengen in allen Variationen.

Natürlich durfte das Essen nicht zu kurz kommen und ich habe wahrhaftig lecker gespeist – man könnte Sagen : wie die Götter!

Auch hatte ich das „Glück“ (für meinen KFA wohl eher das Pech), dass zu der Zeit der Ostermarkt geöffnet war und ich ganz viele Leckereien ausprobieren konnte.

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Die berühmt berüchtigte Suppe im Brot. Normalerweise isst man jedoch Gulaschsuppe, ich habe mich für die Kartoffelsuppe entschieden.

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Auf dem Markt gab es Teigbälle, gefüllt mit Nutella. Ich würde töten dafür – ihr MÜSST diese ausprobieren!!!

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Typisch tschechisch sind die Semmelknödel mit Fleisch, es schmeckte top!

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Zu guter Letzt : Captain Candy

Eine Oase für alle Süßigkeitenfanatiker, es war himmlisch. Man konnte sich die Tüten mit den süßesten Leckerein befüllen, pro 100gr. zahlt man ca.4 Euro. Also nicht ganz günstig der Spaß, aber lohnt sich.

Vor einigen Monaten machte ich einen Sprung nach Budapest. Prag erinnerte mich stark an die ungarische Stadt, das Essen war ähnlich und die Architerktur auch. Jedoch merkte man einen drastischen Unterschied in der finanziellen Lage der Einwohner.

In 10 Tagen durch Israel

Bitte 1x dieses Lied zum Eintrag abspielen ! 🙂

Shalom! 🙂

Durch die Organisation Taglit & Israel outdoors erhielt ich die unfassbar aufregende Möglichkeit, mit einer Gruppe ganz Israel zu bereisen. Wir haben in 1o Tagen zusammen gelacht, geweint, gefeiert, getrauert und getanzt – es war eine wunderschöne Zeit, die ich niemals vergessen werde. Ich habe in diesen 10 Tagen wundervolle Menschen kennenegelernt, die mir die Zeit versüßt haben. Durch unser straffes Programm fühlten sich die Tage an wie Monate, Nächte wurden durchgemacht, ganz nach dem Motto 10 Tage wach.

Reiseroute:

Tel Aviv – Caesarea – Aquaduct Beach – Amiad – Gadot & Metola – Tzfat – Jerusalem – Inbar Arad – Dead Sea –  Eilat – Red Sea – Mount Tzfahot – Mizpe Ramon – Chan Shayarot – Sde Boker – Jaffa – Tel Aviv

Tag 1:

Nach einem 3h-Nap in Tel-Aviv und einem Frühstück in unserem Hotel fing unser Abenteuer an. Wir hatten 1h Zeit, um uns Tel Aviv ein wenig anzuschauen, bevor es an den Strand ging.

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Danach fuhren wir nach Caesarea und erkundeten den Aquaduct Strand, wunderschön kann ich euch sagen!

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Nach diesem wunderbaren Ausblick am Strand fuhren wir nach Amiad und übernachteten dort in einem Kibbutz, einer ländlichen Siedlung wo es das beste Essen überhaupt gab, inbesondere der selbstgemachte Hummus war weltklasse! 🙂

Tag 2:

Der 2. Tag war sehr beeindruckend, da wir eine Wanderung durch ein Tal machten und die Grenzen von Syrien sehen konnten. Mit einem Kaffee in der Hand hörten wir Schüsse aus Syrien, ziemlich erschreckend und surreal. Man kann sich natürlich nicht vorstellen, wie es ist, in einem Kriegsgebiet zu leben, das (muss) man wohl miterlebt haben, um zu wissen, wie es sich anfühlt. Nichtsdestotrotz war es erschreckend. Gänsehaut machte sich bei uns breit und nach lachen war uns definitiv nicht.

Es ist erschreckend wie nah Israel am Konflikt ist, wie es darin verzweigt ist, wie die Schüsse nicht nur in Syien oder Ägypten, sondern auch in Israel selbst fallen. Und dann die Ernüchterung – das Leben geht weiter, die Menschen dort haben sich daran „gewöhnt“ (scrolle runter für mehr Infos dazu).

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Tag 3:

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Tzfat, eine sehr kleine,  niedliche Stadt. Die Leute dort wirken so sorglos, unbekümmert. Sie sitzen in ihren Cafes , trinken leckeren Kaffee und genießen, wie wir auch, Falafeln.

Daraufhin fuhren wir nach Jerusalem – die Stadt die gegensprüchlicher kaum sein kann. Die Hauptstadt Israels, die heilige Stadt, das religiöse Zentrum. Juden, Muslime, Armenier und Christen leben quasi nebeneinander in ihren Vierteln.

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Tag 4:

 Es folgten 2 sehr emotionale Tage in Jerusalem. Wir fuhren zum Yad Vashem – „die Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“. Vor dem Betreten des Museums erzählte jeder seine eigene Familiengeschichte. Keine davon war belanglos, uninteressant. Jede hatte ihren eigenen Charakter, ihre eigene kleine Geschichte, die so wertvoll war.

Danach fuhren wir auf den Herzlberg – ein Nationalfriedhof in Jerusalem. Die Stimmung war extrem bedrückend. Ein Mitglied unserer Gruppe war eine israelische Soldatin, die ursprünglich aus Berlin kommt. Sie erzählte uns die Geschichte eines Freundes und führte uns zu seinem Grab. Die Tränen liefen runter, sie waren nicht mehr zu stoppen. Es fasste mich wie ein Orkan, der mich immer weiter in die tiefe Schlucht hineinzieht. Auf dem Friedhof lagen so viele Soldaten, an einem Grab lag ein Surfbrett, an einem anderen Blumen. Einige Schritte weiter stand eine junge Frau in gebückter Haltung und pflanzte Blumen in das Grab, wie ein Roboter. Keine einzige Träne floss mehr. Später stellte sich heraus, dass es die Schwester des Opfers war, welches eine junge Soldatin war, die bei einem Anschlag ums Leben kam.

Nun aber mal zu etwas Feierlichem, nachts wurde nämlich Purim gefeiert. Purim ist ein jüdisches Fest, das an die Rettung der persischen Juden erinnert. Schon Tage vorher sahen wir auf den Straßen viele Kinder, die verkleidet herumliefen. Ganz beliebt war das Prinzessinenoutfit, das überall von den Mädels auf den Straßen präsentiert wurde. Auch Jerusalem war voll von verkleideten Menschen, trotz der religiösen Stadt. Die Menschen haben Spaß, feiern und genießen ihr Leben und dasselbe taten wir an diesem Abend auch.

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Tag 5:

Der Weg führte in die Alstadt des jüdischen Viertels in Jerusalem.

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Wir erhielten die Aufgabe unsere persönlichen Wünsche auf einen Zettel zu schreiben, denn wer kann es schon erahnen ?! – Natürlich führte uns der Weg weiter zu der bekannten Klagemauer. Und ich kann euch sagen, sie ist überwältigend, löst Emotionen aus, lässt keinen kalt.

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Da dieser Tag ein Freitag war feierten wir abends Shabbat und besuchten eine Synagoge.

Tag 6:

Am nächsten Tag besuchten wir das Israel Museum in Jerusalem.

Tag 7:

Am siebten Tag befanden wir uns in Inbar Arad. Unser Wecker klingelte um 3 Uhr morgens – unsere Mission: Sonnenaufgang auf der Masada. Und es hat sich sowas von gelohnt, da sind der Schlafmangel samt Augenringen komplett vergessen. Uns stand eine kleine Wanderung bevor. Als wir oben auf dem Berg ankamen konnten wir Sekunde für Sekunde beobachten, wie die Sonne aufging.

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Nach der Wanderung und einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir ans Tote Meer – ein Muss für jeden, der mal nach Israel kommt. Ich war das 1.Mal am Toten Meer, es war komplett anders. Man schwebt im Wasser und braucht sich keinen Centimeter zu bewegen. Danach kann man sich eine Schlammmaske auf dem gesamten Körper machen, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen haben! 😀

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Abends fuhren wir nach Eilat, die Stadt an der Südspitze Israels.

Tag 8:

Wie sollte es auch anders sein, uns stand erneut eine Wanderung bevor. Diese war alles andere als spaßig. Sie war definitiv filmreif, ich hab jede Minute gedacht ich falle von der Klippe. Am liebsten hätte ich mich von einem Helikopter abholen lassen. Aber ich habe es geschafft, es überlebt und danach war ich das glücklichste Mädchen auf Erden.

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Nach der „Arbeit“ kommt das Vergnügen, wir schnorchelten im Roten Meer :-).

Abends schauten wir uns den Sonnenuntergang auf den Klippen in Mizpe Ramon an und dann ging es auch schon zu den Beduinen. Wir bekamen ein fantastisches dinner in einem Zelt und aßen zu fünft an den Tischen auf Matratzen. Wie Tiere verschlangen wir das Essen. Es war einfach köstlich!

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Tag 9:

Nach einer sehr kurzen Nacht stand Kamelreiten in der Wüste auf dem Programm, danach fuhren wir nach Sde Boker, um erneut eine Wanderung anzutreten.

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Abends fuhren wir zurück nach Tel Aviv, der Startpunkt unserer Reise sollte auch das Ende sein. Wir besuchten ein Theaterstück der Taubstummen, wovon ich leider aufgrund meines immensen Schlafmangelns nichts mitbekam, außer das frische Brot nach dem Theaterstück.

Tag 10:

Unser letzter Tag. Einerseits wirklich glücklich mal 8h Schlaf zu bekommen, sich entspannt zu duschen, zum Friseur gehen, sich nicht zu hetzen. Andererseits auch traurig, denn es gab da so einige Menschen, die man tief in sein Herz geschlossen hat und der Abschied rückte näher.

Doch zuerst einmal unser Programm am letzten Tag in Tel Aviv :

  1. Independence Hall
  2. Taglit innovation center
  3. Am Hazikaron – Beit Hatfuzut

Den letzten Abend genossen wir zusammen und feierten bis es an der Zeit war, schnell seinen Koffer um 2 Uhr nachts fertig zu packen und Israel „vay“ zu sagen.

Noch einige Facts :

  • Preise: Israel ist kein günstiges Land. Das Obst und Gemüse auf den Märkten ist zwar recht günstig, andere Sachen von Ständen dagegen sind extrem teuer. Falafel, Smoothies etc. schmecken zwar wahnsinnig gut, man muss aber auch jedes mal tiefer ins Portemonnaie greifen.
  • Kleidung: Wir hatten alle ein paar Probleme mit dem Packen unseres Koffers- wer kennt die Frauen nicht ? Man weiß einfach nicht was man anziehen soll. Vor allem, wenn man das ganze Land bereist und nicht nur kurze Klamotten für den Süden braucht, sondern auch warme Anziehsachen, oder eben lange Kleidung für einige religiöse Orte. Vor der Reise habe ich mir sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie sich eine Frau in Israel kleidet. In Tel Aviv und auch in Jerusalem habe ich dann gesehen, nicht anders als bei uns. Es gibt abends Frauen, die in  Netzstrumpfhosen und Minirock rumlaufen, es gibt aber auch sehr bedeckte Frauen. Pflicht ist dennoch, sich an religiösen Orten als Frau die Schultern und Knie zu bedecken, Männer tragen eine Kippah.
  • Sicherheit und Leben der Einheimischen: Durch die Medien haben wir ein ganz klares Bild von Israel in den Augen, für viele ist Israel wohl der letzte Ort, den sie sich als Urlaubsziel aussuchen würden. Wir waren in einer Gruppe unterwegs, hatten eine genaue Reiseroute und haben manche Orte gemieden. Vieles wird in den Medien hochgepusht und ich hätte nicht erwartet, was für ein schönes und facettenreiches Land Israel doch ist. In unserer Gruppe waren nicht nur Menschen aus Deutschland, sondern auch einige Israelis, die deutsch lernen, oder russisch sprechen. Besonders interessant war es für uns zu erfahren, wie sie mit Terror und Anschlägen umgehen. Die Antwort war erschreckend – sie haben sich daran gewöhnt. Auch sagte mir einer, Deutschland entwickele sich in die gleiche Richtung. Wo er Recht hat, hat er Recht.
  • Würde ich noch einmal nach Israel fahren? Ein ganz klares lautes JA! Israel hat mich begeistert, fasziniert, mich in seinen Bann gezogen. Es besteht nicht nur aus Berge und Wüste, es hat so viel zu bieten – rotes Meer, totes Meer, wunderschöne Pflanzen, eine faszinierende Natur. Ich komme auf jeden Fall und das Nachtleben in Tel Aviv wir nächstes Mal so richtig ausgekostet.

Danke,

an Taglit, für diese unvergessliche Zeit und diese einzigartige Möglichkeit solch eine Reise miterlebt zu haben. Danke an die gesamte Gruppe #taglitbus419 für die verrückte und lustige Zeit mit euch.

Bekanntlich kommt das Beste zum Schluss. Danke an Anna und Alina, die ich anfangs meine Zimmernachbarinnen nannte, und die letzten Endes meinen Trip einzigartig gemacht haben. Die ich jetzt zu meinen Freunden zählen kann und die ich sehr in mein Herz geschlossen habe. Ich habe mit euch gelacht, bis die Bauchmuskeln brannten, geheult, als es emotional wurde, getanzt in allen Variationen – im Pyjama mit Zahnpastafleck vor all den Anderen, halbnackt , hüpfend und lachend auf dem Bett. Wir haben uns in den 10 Tagen Geheimnisse anvertaut und Insider gebildet, danke für diese wunderbare Reise.

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