Das Summen der Bienen

Ich… denke zu viel nach, wäge zu viel ab.

Verdrehe Gedanken in meinem Gehirn, bis die Zweifel mich anfangen aufzufressen, ich sie nicht mehr eliminieren kann, sie Kontrolle über mich ergreifen.

Ein Bienenvolk kreist über meinem Kopf, und ich höre ständig dieses summen, ganz leise und schwach fängt es an, bis die Bienen laut im Takt summen: „Mach es nicht“- schreien sie mir, die andere Hälfte schreit“Mach es“.

Ich denke zu viel nach, wäge zu viel ab.

Doch nach außen hin bin ich entschlossen, keine Träne ist geflossen.

Also pack‘ ich meinen Mut,

Mama zieht vor mir den Hut.

Packe meine 7 Sachen,

und werd‘ es einfach machen.

 

Ein Auszug aus meinem Tagebuch

 

 

Ich packe meinen Koffer …

… und nehme mit ?

Erinnert ihr euch an das Spiel, das man immer in der Schule in einem Stuhlkreis gespielt hat? „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Meinen Kulturbeutel, 2 Paar Jeans, ein Kleid, meine schönsten Schuhe …“

Manchmal gerät bei dem Spiel etwas in Vergessenheit, manchmal überspringt man Dinge. Wie fange ich diesmal an ? Ich packe meinen Koffer und nehme mit:

  • ein großes Stück Mut, der mich dazu bringt, Menschen zu treffen, auf die ich schon so lange gewartet habe.
  • Aufregung bis in die Fingerspitzen
  • Kribbeln am ganzen Körper
  • Unentschlossenheit
  • Unsicherheit
  • einen halben Koffer Geschenke
  • Pralinenschachteln für meine Omas
  • Neugier

 

Was packt man in einen Koffer, wenn man in seine Heimatstadt reist, die man das letzte Mal besucht hat, als man 12 Jahre alt war? Vielleicht etwas schickes zum Anziehen, damit man den Verwandten stolz seine Verwandlung präsentiert :-D. Auf jeden Fall eine Fotokamera, um die schönsten Momente zu dokumentieren, ach ja.. da fällt mir auf : die hab ich in der Packliste vergessen.
Doch so ist es nun mal beim „Ich packe meinen Koffer und nehme mit“-Spiel – so einiges gerät in Vergessenheit.

 

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Lachen ist die beste Medizin

„Lachen ist die beste Medizin“ und „Humor ist wenn man trotzdem lacht“ also lach ich ziemlich oft über mich selbst. Zum Beispiel ist mir letztens die Haarbürste in die Kloschüssel gefallen und was blieb mir anderes übrig, als lauthals über mich selbst zu lachen, meine Tollpatschigkeit als etwas positives zu betrachten und über mich selbst zu schmunzeln.  Ich lache, nachdem ich gegen die Laterne knalle, da ich nichts besseres zu tun habe, als auf mein Handy zu starren. Ich gehe zum Paketshop, zeige meinen Ausweis, unterschreibe auf dem Display, dass ich mein Paket erhalten habe und verlasse wieder den Paketshop, ohne mein Paket. Ich fliege nach Bali, bei der Gepäckausgabe hängt ein schwarzer Bikini zwischen den Hunderten von Koffern. Wessen ausgefranster Bikini war das wohl? War ganz schön mitgenommen, das gute Teil. Halb zerrissen kämpte es um sein Überleben und alle schauten das Bekleidungsstück an, unterhielten sich darüber und lachten. Am liebsten wäre ich im Erdboden versunken, dann lachte ich über mich selbst. Kann ja nur mir passieren, denke ich mir da immer (Und meiner Freundin Svenja, sie ist genauso ein Tollpatsch wie ich).

Aber irgendwie sind diese Momente erlebnisreich, unvergesslich, und bringen uns zum lachen. Und das ist doch eigentlich das Entscheidende. Statt jedes Mal vor Scham im Erdboden zu versinken, sollten wir stolz und mit erhabenen Hauptes weitergehen, während uns die Klopapierrolle noch am Schuh hängt, und über uns selbst lachen. Denn „lachen ist die beste Medizin“.

 

Weekend-vibes

natwin-one

                                                                  ©www.carstenschulz.de

 

Der Bass hallt in meinen Ohren, zur Musik beweg‘ ich mich im Takt.

Ich bin doch nicht ganz so verloren, Genussmensch bin ich, das ist Fakt.

Schwinge mit der Hüfte, der DJ grinst mir schelmisch zu,

Und das woran ich früher dachte, ist nun doch nicht mein Tabu.

One in a Million fließt in Mengen in mein Glas, Mensch was hab‘ ich heute Nacht für einen Spaß.

Genießen, das ist meine Devise,

nicht zu vermeiden ist die ein oder andre Krise.

Doch ich bin Mensch, so soll es sein.

und Montag drück ich wieder auf der Bench, die Gewichte jedoch klein.

Und was möcht‘ ich dir mit der Geschichte auf den Weg geben?

Du darfst auch liegen mal daneben, nicht immer an Gedanken kleben.

Du darfst auch frei sein, passend zum Takt.

In der Hand ein guter Wein, bis es dich wieder fesselnd packt.


Wie ein Luftstrom

Was ist, wenn es Liebe ist?  Und was ist eigentlich Liebe? Ist sie überhaupt zu definieren?

Wie ein Luftstrom, eine starke Brise strömt sie auf dich zu, du kannst dich kaum halten, lässt dich mitziehen, wirbelst herum, fällst, stehst wieder auf. Dann folgt das schwere Atmen, deine Gehirnzellen stehen still – dein Herz arbeitet auf Hochtouren. Und es weiß nicht wohin, es weiß nicht wo links oder rechts ist, wo oben oder unten ist, was falsch oder richtig ist. Aber eins weiß es, die Liebe blebt und kommt, wie ein Windstoß, ein Luftzug, ein Hauch von Brise. Sie dreht und wendet sich um dich, bis sie fort weht, an einen anderen Ort, den du garnicht erahnen möchtest. Von dem du dich vielleicht sogar gefürchtet hast, in deinen Alpträumen, in den schlimmsten schwarzen Nächten hast du davon geträumt und es doch wieder beiseite geschoben, hinweg mit den Gedanken.  Und du fragst dich, ob es das war. Ob sie weggeht, nie wiederkommt, dich alleine tappeln lässt im Dunkeln. Du fragst dich, ob dich erneut ein Luftstrom packen wird, diese ganz bestimmte Brise, das Prickeln, die roten Wangen. Und vielleicht, ja vielleicht muss man abschließen, das Buch zuklappen. Dem Kapiten endgültig ein Ende setzen. Auf Reset drücken, und einen Neuanfang wagen.

Desinteresse

Wir sitzen in einem Café. Der heiße Cappucchino in meinen Händen zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Ich bin glücklich, höre ihr zu. Was es Neues gibt, der & die hatten was. Beziehungsprobleme. Stress mit der Uni. Probleme hier, Probleme da. Ich höre aufmerksam zu, überlege mir, was man dagegen machen könnte. Gebe meinen Rat. Sie spricht weiter. Ununterbrochen. Keine Nachfrage. „Desinteresse“ weiterlesen

Bis ans Limit

5.15: Der Wecker reißt mich aus meinem Schlaf,  die Augen sind kaum zu öffnen, als wären sie ein fremdes Körperteil, das nicht gehorchen will. Funktionieren, aufstehen, einfach funktionieren.

Badezimmer, anziehen, Kaffee. Nicht nachdenken, bloß keine Gedanken daran verschwenden, dass ich noch schlafen könnte. Noch ein bisschen, ein paar Minuten vielleicht? Nein, aufstehen, anziehen, Kaffee.

5.40: Mit der Sporttasche über der Schulter laufe ich los, Treppen runter, auchwachen, beeilen. Bloß nicht zu spät kommen, sonst war alles umsonst. In der Tram: wachbleiben, nicht nachdenken, Musik rein, Welt aus.

6:00: Hallo Langhantel, hallo Kurzhanteln, hallo liebes Fitnessstudio – dann wollen wir mal.  Bloß nicht nachdenken, nicht die Gedanken schweifen lassen, trainieren, 100% Gas geben, Fokus.

Und dann, duschen, schminken, fertig machen und zur nächsten Tram düsen, aussteigen, umsteigen, Bus nehmen. Wieder rennen. Personaleingang, Tasche verstauen, los gehts. Lächeln aufsetzen, freundlich sein. „Hallo, wie kann ich Ihnen behilflich sein?“

21:00: Daheim. Abendessen, vorkochen.

5:15: Der Wecker reißt mich aus meinem Schaf..

Aufstehen, anziehen, Kaffee. Nicht nachdenken.

Es ist nicht so, dass ich nicht liebe, was ich mache. Ich liebe den Sport, die Gewichte, die Kraftsteigerung, den Muskelwachstum. Das Gefühl, das der Sport mir gibt. Aber ich muss mich zusammenreißen, aufstehen, anziehen, Kaffee. Nicht nachdenken. Ist es einfach? Nein. Mache ich es gerne? Auch nicht immer. Aber manchmal muss man Umwege gehen, über Stock und Steine springen, Zähne zusammenbeißen und es einfach machen. Nicht darüber nachdenken. Denn das ist das, was „die Spreu vom Weizen“ trennt. Der Weg ist nicht immer einfach, es kostet einen Nerven, Kraft, und an diesen Tagen auch Schlaf. Aber es zahlt sich aus, mach stärker – von innen und von außen, disziplinierter.