Ich packe meinen Koffer …

… und nehme mit ?

Erinnert ihr euch an das Spiel, das man immer in der Schule in einem Stuhlkreis gespielt hat? „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Meinen Kulturbeutel, 2 Paar Jeans, ein Kleid, meine schönsten Schuhe …“

Manchmal gerät bei dem Spiel etwas in Vergessenheit, manchmal überspringt man Dinge. Wie fange ich diesmal an ? Ich packe meinen Koffer und nehme mit:

  • ein großes Stück Mut, der mich dazu bringt, Menschen zu treffen, auf die ich schon so lange gewartet habe.
  • Aufregung bis in die Fingerspitzen
  • Kribbeln am ganzen Körper
  • Unentschlossenheit
  • Unsicherheit
  • einen halben Koffer Geschenke
  • Pralinenschachteln für meine Omas
  • Neugier

 

Was packt man in einen Koffer, wenn man in seine Heimatstadt reist, die man das letzte Mal besucht hat, als man 12 Jahre alt war? Vielleicht etwas schickes zum Anziehen, damit man den Verwandten stolz seine Verwandlung präsentiert :-D. Auf jeden Fall eine Fotokamera, um die schönsten Momente zu dokumentieren, ach ja.. da fällt mir auf : die hab ich in der Packliste vergessen.
Doch so ist es nun mal beim „Ich packe meinen Koffer und nehme mit“-Spiel – so einiges gerät in Vergessenheit.

 

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Über das Versagen

Ins kalte Wasser spingen, vielleicht wird es gelingen. Ohne wenn und aber. Nicht nachdenken. Die Grenzen testen. Doch was ist wenn ich scheiter? Und wie geh ich damit um? Fragen über Fragen. Die Gedanken stolpern in meinem Hirn, die Synapsen sind auf Hochtouren, bilden neue Verbindungen. Ich denk‘ , ich hab ein Powerbrain, es muss einfach funktionieren. Kein Scheitern in Sicht, 100 % geben.

Doch dann verfehlte ich das Ziel, Erfolg blieb aus – Der Plan war hin.

Gedanken drehen sich im Kreis und eine Frage ist’s die bleibt: Hab ich denn alles gegeben? Warst du mir einfach überlegen? Hab ich doch nicht genug geübt? Denn leider hat es nicht genügt. Gescheitert bin ich- das ist wahr , trotzdem geübt – ein halbes Jahr.

War’s Zufall ? Schicksal? Eins ist klar: Ich habs versucht zu springen, doch vielleicht sollt‘ es einfach nicht gelingen.

Lachen ist die beste Medizin

„Lachen ist die beste Medizin“ und „Humor ist wenn man trotzdem lacht“ also lach ich ziemlich oft über mich selbst. Zum Beispiel ist mir letztens die Haarbürste in die Kloschüssel gefallen und was blieb mir anderes übrig, als lauthals über mich selbst zu lachen, meine Tollpatschigkeit als etwas positives zu betrachten und über mich selbst zu schmunzeln.  Ich lache, nachdem ich gegen die Laterne knalle, da ich nichts besseres zu tun habe, als auf mein Handy zu starren. Ich gehe zum Paketshop, zeige meinen Ausweis, unterschreibe auf dem Display, dass ich mein Paket erhalten habe und verlasse wieder den Paketshop, ohne mein Paket. Ich fliege nach Bali, bei der Gepäckausgabe hängt ein schwarzer Bikini zwischen den Hunderten von Koffern. Wessen ausgefranster Bikini war das wohl? War ganz schön mitgenommen, das gute Teil. Halb zerrissen kämpte es um sein Überleben und alle schauten das Bekleidungsstück an, unterhielten sich darüber und lachten. Am liebsten wäre ich im Erdboden versunken, dann lachte ich über mich selbst. Kann ja nur mir passieren, denke ich mir da immer (Und meiner Freundin Svenja, sie ist genauso ein Tollpatsch wie ich).

Aber irgendwie sind diese Momente erlebnisreich, unvergesslich, und bringen uns zum lachen. Und das ist doch eigentlich das Entscheidende. Statt jedes Mal vor Scham im Erdboden zu versinken, sollten wir stolz und mit erhabenen Hauptes weitergehen, während uns die Klopapierrolle noch am Schuh hängt, und über uns selbst lachen. Denn „lachen ist die beste Medizin“.