Pochende Perle

-weil ich Geschichten mag-

Hast du dich schon einmal gefragt, was deine tiefsten Wünsche sind? Oder hast du dir diese auch selbst schon erfüllt, bis dein Atem seine Geschwindigkeit bis ins Unendliche erhöht und dein Herz so stark rast, als würdest du gleich in 1000 Stücke explodieren?

Willkommen in meiner Nacht. Die Nacht, in der alles begann. In der ich begann, auf meine Gelüste zu hören und diese zu stillen, wie ein Durstlöscher.

Nathaniel küsste mich zart auf mein Schlüsselbein, liebkoste meinen Nacken, erforschte meine Brüste und wanderte immer weiter das Tal hinab. Seine Zunge umfasste meine Klitoris, bewegte sich auf und ab, währenddessen bewegte ich meine Hüfte im Takt mit, schneller, stärker. Ich wollte seinen Mund ganz nah an meiner Perle haben, wie ein Vakuum schloss er sich um mein liebstes Stück, bis ich anfing zu explodieren. In klitzekleine Teilchen. Das war erst der Anfang meines Durstlöschers. Ihr könnt es euch vorstellen wie ’ne Coke. Ein Schluck ist ganz lecker, aber hat man erst mal damit angefangen, will man auch die ganze Flasche.  Ich wollte ihn, mit allen seinen Fasern und Muskeln. Mein Arsch wollte von seinen männlichen Händen schon so lange durchgeknetet werden, und die Zeit war reif für ein kleines Abenteuer.

Ich schmiss ihn aufs Bett, er landete auf seinem Rücken und meine Augen beharrten auf diesem eisenharten Bauch, abgerundet mit pochenden Venen. Mein gieriger Blick wanderte weiter hinunter, bis zu meinem ganz persönlichen Schmuckstück, meiner eigenen Kugel Eis, die ich an diesem Abend ganz bestimmt nicht teilen würde. Nicht einmal mit meiner besten Freundin, nicht mal ablecken durfte sie. Das Eis war meins und ich würde es behutsam behandeln, würde nichts außer Acht lassen, würde alles aussaugen, bis auch der letzte Tropfen in mir verschwindet. Mein Mund schloss sich in sekundenschnelle um die Kugel, gleitete schnurstracks hinunter bis zum süßlichen Ende des Stiels, bis es meinen Gaumen berührte und ich wieder hochschoss. Ich umrandete die Spitze meiner Kugel mit der Zunge, spielend und fordernd. Ich gab ihm alles, wozu mein Mund fähig war bis ich sein Stöhnen hörte, seine Muskeln zucken sah. Oh Süßer, das Spiel war noch lange nicht vorbei. Ich zog das Eis am Stiel aus meinem Mund und setzte mich rittlings auf ihn drauf. Würde es ein guter Ausritt werden? Wild und holpprig? Galoppieren wir oder stölkern wir? Oh Baby, das such nur ganz allein‘ ich mir aus. Ich stöbere in meinem Inneren und höre auf meine Fantasie, die mir dreckige Befehle erteilt, die alle erfüllt werden müssen. Sonst werde ich bestraft und das wollen wir doch nicht, oder Baby?

Also ließ er mich auf sich reiten, galoppieren. Ich umfasste sein Eis am Stiel mit meiner Vagina und erzeugte ein Vakuum auf seinem Schwanz, er konnte gar nicht anders als meine Hüfte zu packen und ihn noch tiefer hineinzurammen, tiefer, bis es kein Morgen gab, bis mich die Lust so sehr packte, dass mir die Luft zum Atmen versagte und mir schwarz vor Augen wurde.

Also Baby, wag es ja nicht zu glauben, wir sind durch mit der Story. Du wirst mir alle meine Wünsche erfüllen. Ich werde sie dir in dein Hirn brennen, bis du mich aufschreien lässt und ich mich krümme und winsele, damit du aufhörst. Aber Baby, du hörst nicht auf, ja?

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2.

Lilly fühlt einen heftigen Druck auf ihren Händen, sie versucht sich in der finsteren Umgebung zu orientieren. Handschellen umfassen ihre Hände, befestigt am Heizungskörper, der jedoch keine Wärme ausstrahlt. Der Raum ist eiskalt, eine Ratte läuft über Lillys glatt rasierte Beine. Ab und zu flackert die Glühbirne auf, sodass Lilly einen kurzen Blick auf den Raum erhaschen kann. Sie trägt ihren teuren, nagelneuen Victoria’s Secret Slip, den sie sich letztes Mal auf dem Weg von Dubai am Flughafen gekauft hat.

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1.

Lilly war noch nie abgeneigt gewesen, neue Abenteuer zu durchleben. In der Schule war sie immer eine der ersten, die für alles zu haben war. Sie organisierte den Einbruch ins Freibad in der Mondfinsternis, sie probierte Drogen mit ihren besten Freunden aus und musste die Nachwirkungen der Ecstasy-Pillen am eigenen Leib erfahren. Sie war ein Fan des Risikos und machte vor nichts und niemandem Halt. Abends begab sie sich in die Undergroundclubs der Stadt, tanzte im Vollrausch zu dröhnender Musik. Sie bewegte ihren Körper , als gäbe es keinen Morgen mehr. Ihr Körper war eins mit der Musik, wie auch an diesem Abend.

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