1.

Lilly war noch nie abgeneigt gewesen, neue Abenteuer zu durchleben. In der Schule war sie immer eine der ersten, die für alles zu haben war. Sie organisierte den Einbruch ins Freibad in der Mondfinsternis, sie probierte Drogen mit ihren besten Freunden aus und musste die Nachwirkungen der Ecstasy-Pillen am eigenen Leib erfahren. Sie war ein Fan des Risikos und machte vor nichts und niemandem Halt. Abends begab sie sich in die Undergroundclubs der Stadt, tanzte im Vollrausch zu dröhnender Musik. Sie bewegte ihren Körper , als gäbe es keinen Morgen mehr. Ihr Körper war eins mit der Musik, wie auch an diesem Abend.

Lilly ging ins 4One, ein Club in einem Szenenviertel, beliebt für seine Live-Bands und das günstige Bier. Sie trug einen Rock, der ihre Silhouette betonte und eine schwarze Bluse mit tiefem Ausschnitt. Lilly fiel schon immer auf durch ihre weiblichen Kurven und ihren großen Schmollmund, nicht zu vergessen ihr wunderschönes langes Haar.

An der Theke bestellte sie sich ein Guinness und schluckte eine Pille hinunter, verdammt schon wieder ? Hatte sie sich nicht geschworen, es sein zu lassen? Der  Abend konnte beginnen. Ihr erstes Ziel war die Tanzfläche, sie ließ ihre Hüften kreisen und bewegte sich im Rhythmus zur Musik, niemand konnte sie aufhalten, nicht einmal sie selbst. Ihr Herzschlag beschleunigte sich, ihre Pupillen wurden zu großen schwarzen Edelsteinen. Jemand ergriff ihre Hand, war es Jake, den sie letzte Woche mehrmals abblitzen ließ?  Oder war es Tom, dem sie vor 2 Tagen einen geblasen hat? Sie wusste es nicht, sie konnte sich nicht konzentrieren. Ihre Augen waren schwer wie Blei, ein Hammer schlug auf ihren Kopf und sie konnte die Hand in ihrer nicht identifizieren. Sie lehnte sich an seine Schulter, er roch gut , wahnsinnig gut- soweit sie es beurteilen konnte. Er fühlte sich wahnsinnig an, groß , muskulös, stark. Was machte so einer hier? Der Club war bekannt für seine Musik, jedoch nicht für seine Besucher. Das alles war egal, sie bewegte sich mit ihm zur Musik , hielt sich an ihm fest, versuchte sich seinem Atem anzupassen und genoss das Gefühl der Freiheit im hier und jetzt. Hatte er sich ihr schon vorgestellt? Hatte sie seinen Namen bloß vergessen? Nein, unvorstellbar. Er zog sie an sich ran und flüsterte etwas in ihr Ohr, wovon sie leider nicht viel mitbekam. In der nächsten Sekunde wurde sie von ihm mitgezogen,  sie ließ sich durch die Menge ziehen, raus und wieder rein. Wärme umhüllte sie, wie eine kuschelig warme Decke an einem finsteren Abend. Sie landeten in seiner Wohnstube, die über dem Club lag. Er hauste in einer stilvoll eingerichteten Wohnung, die zwar klein, jedoch sehr durchdacht gestaltet war. An seiner Wand befand sich ein Foto, das eine große Familie abbildete, er stand in der Mitte des Fotos, in seinen Händen ein Pokal.

Er hieß Lucas, aber das tat nichts mehr zur Sache. Er hatte sie von von Anfang an überzeugt. Allein sein Duft, eine Mischung aus Moschus, Zedernblättern und der Maninka-Frucht brachten sie zum dahinschmelzen. Die Maninka-Frucht, welche bekannt für ihre aphrodisierende Wirkung war, erfüllte ihren Zweck. Langsam kam er auf sie zu, streichelte ihre Wange, liebkoste ihren Mund, biss ihr auf die Zunge und rammte sie gegen die Wand. Lilly genoss das wilde Zusammenspiel beider Zungen. Seine blauen Augen betrachteten ihren weiblichen Köreper, Zentimeter für Zentimeter. Er umfasste ihre Hüfte, während sie sie kreisen ließ. Nichts konnte Lilly stoppen, sie war gefangen in einer Trance und ließ sich treiben.  Sie wurde immer härter gegen die Wand gepresst. Härter, schneller. Ihr Rücken wurde wund, aber nichts konnte sie stoppen. Genoss sie es? Ja, sie fühlte sich ihm vollkommen hingegeben. Der Raum verschwamm vor ihren Augen, sie war nicht mehr in der kleinen Wohnstube, über dem beliebten Club mit dem leckeren Bier. Alles was sie spürte waren heftige Bewegungen, laute Schalle in ihren Ohren, es hallte. Der ganze Ort hallte und bebte. War sie es, die diese Geräuschte von sich gab?

Lilly sank zu Boden, das Sperma lief ihre Oberschenkel hinunter und begab sich Richtung Fußboden. Sie konnte nichts mehr spüren, ihre Sinne waren taub, ihr Blick leer. Der Boden versank unter iht und alles was blieb war ein schwarzes Loch in das sie langsam hinunter fiel.

-frei erfunden-.

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